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Geschichten aus der Nachhilfe Teil 1: Der Junge der nicht lernen wollte

Veröffentlicht am 06.10.2018

Die Situation

Es war einmal ein Junge, der einfach nicht lernen wollte. Egal welcher Nachhilfelehrer zu ihm kam, er ließ sich einfach nichts beibringen. Sie kamen aus fernen Ländern nur um ihn zu unterrichten. Doch alsbald gaben sie auf und zogen sich wutentbrannt zurück. Die Eltern waren bereits verzweifelt und das Nachhilfeinstitut wusste sich nicht mehr zu helfen. Doch eines Tages kam ein Mann durch die Tür des Instituts. Er trat in die warme Stube, nahm sich einen Tee und begann zu unterrichten. Nach neunzig Minuten trat der Junge aus dem Zimmer und strahlte bis über beide Ohren, denn er hatte etwas gelernt.

Die Lösung

So oder so ähnlich verlief eine meiner Geschichten. Gehen wir auf die Details ein. Was ist hier passiert? Tatsächlich hatte Niklas kein Interesse mit irgendwem zu lernen. Er nutzte jede Gelegenheit um zu verschwinden: „Ich hole mir was zu trinken.“ oder „Ich muss aufs Klo“ oder „Ich muss kurz…“ naja irgendwas musste er eben immer. Die Masche ist so alt wie die Zeit selbst und nur mit Bestimmtheit kommt man hier durch. Zu trinken gab es nur einmal und kurz vor Schluss wurde auch nicht mehr aufs Klo gegangen. Gemein? Hinterhältig? Nein. Er durfte gehen, sobald seine Aufgaben erledigt waren. Und siehe da, er war sehr schnell fertig und musste gar nicht mehr aufs Klo. Die positive Kritik an seiner Arbeit hat ihn motiviert und zu mehr angetrieben. Der Schritt mit der Toilette sollte allerdings vorsichtig angegangen werden. Es gibt immer mal wieder Schüler, die verschwinden gerne mal aufs Klo um mit dem Handy zu spielen. Also ist die Konsequenz ziemlich simpel, das Handy bleibt im Raum, denn auf der Toilette braucht man das ja nicht. Überraschenderweise muss plötzlich keiner mehr aufs Klo. Seltsam. War wohl doch nicht so dringend. Wenn jemand allerdings tatsächlich muss, dann soll er auch gehen. Deswegen sollte man die Entscheidung der Toilettenverweigerung behutsam wählen. Schließlich soll nichts in die Hose gehen. Das wäre erniedrigend.

Was brauchen Schüler?

Zurück zu Niklas. Nach der Stunde war er völlig begeistert und wollte nur noch mit mir lernen. Warum? Ich habe ihm Grenzen gesetzt und klare Regeln gegeben. Dadurch wusste er genau wo er dran ist und die motivierenden Worte haben den Rest getan. Regeln und Motivation, mehr braucht es manchmal nicht.

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