Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Sinn und Unsinn von Nachhilfe

Veröffentlicht am 06.10.2018

Wie sinnvoll ist Nachhilfe eigentlich wirklich? Ist das nicht eher was für Dumme, die zu blöd sind den Stoff zu kapieren? Verlorene Lämmer, die es ehh nie kapieren werden?

Gehen wir der Sache einfach mal auf den Grund.

Erstmal stellt sich die Frage, warum braucht man eigentlich Nachhilfe? Hat das wirklich was mit Dummheit zu tun? Dummheit wird im Duden als „Mangel an Intelligenz“[1] definiert. Intelligenz wiederum können wir durch einen IQ-Test checken. Allerdings bedeutet ein hoher IQ nicht gleichzeitig gute Noten in der Schule. Jeder hat bestimmt schon von Hochbegabten gehört, die schlicht und ergreifend nicht genug motiviert waren dem Unterricht zu folgen. Also können wir Dummheit schonmal ausschließen. Erfahrungsgemäß ist Nachhilfe erst dann nötig, wenn das Kind oder der Jugendliche nichts mehr versteht, die Gründe können hier vielfältig sein, oder weil man in der Vergangenheit nicht genug gemacht hat und jetzt den Anschluss verpasst hat. Der Jetzige Stoff ist einfach nicht mehr zu begreifen, weil er aufeinander aufbaut. Das bedeutet, die Kinder und Jugendlichen sind nicht zu dumm, sondern sie können aktuell dem Unterricht nicht mehr folgen. Dementsprechend müssen sie nachholen, was sie verpasst haben oder erst einmal verstehen, was sie überhaupt tun sollen.

Die Erklärung

Erklärungen können äußerst unterschiedlich aufgenommen werden. Der eine versteht seinen aktuellen Lehrer der nächste versteht ihn nie. Hier kommt die Nachhilfe ins Spiel. Nachhilfe sollte mehrere Erklärungsansätze anbieten um solchen Schülern den Stoff verständlich zu machen. Die anderen wiederrum, welche einfach den Anschluss verpasst haben, müssen einfach mal lernen. Das könnten sie zwar auch ohne Nachhilfe, doch normalerweise tun sie das selten. Mit einem Nachhilfelehrer ist es schon etwas einfacher sich zu überwinden, da man nicht mehr ganz allein ist.

In beiden Fällen macht Nachhilfe Sinn.

Wann aber ist es denn nun unsinnig die Nachhilfe zu besuchen?

Angenommen wir haben einen Schüler, der sich immer weiter verschlechtert. Also gehen wir der Sache auf den Grund und stellen fest. Dummheit kann es nicht sein, denn früher hat es ja geklappt. Faulheit ist es auch nicht, denn der Terminkalender ist voll mit Hobbys, die auch alle regelmäßig besucht werden. Woran also liegt es? Moment. Wann hat unser Schüler denn Zeit zum Lernen? Wenn der Terminkalender so voll ist, dann…

Wenn man jetzt noch Nachhilfe hier reinquetscht, ist der Burnout nicht fern. Hier heißt es einfach mal Prioritäten setzen und den Terminkalender entrümpeln, neu organisieren und Zeiten zum Lernen einräumen. Gerade Teenies, die gerne viel unternehmen, kann das hart treffen. Doch wie gut muss man denn sein? Also wenn man Arzt werden will, dann muss man den NC (Numerus Clausus) erfüllen. D.h. man braucht einen Mindestnotendurchschnitt, der gerade für Medizin sehr gut sein muss. Doch für andere Jobs ist das oft gar nicht notwendig. Zusätzlich gebe ich zu bedenken, dass ausgerechnet Dreier-Schüler später mehr Erfolg im Beruf haben als Einser-Schüler. Einen Interessanten Artikel dazu gibt es hier.

Deshalb macht euch einfach mal vorher Gedanken, ob Nachhilfe wirklich notwendig ist. Manchmal geht es auch einfacher.

Auf Social Media teilen

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?